Herzlich willkommen beim Theater Stans

Castingdaten:
Samstag 3.Juni 14.30 - 16.30 Uhr
oder
Donnerstag 8.Juni 19.30 - 22.00 Uhr

Bitte anmelden bei Raphaela Leuthold
produktion@theaterstans.ch

Wer sich vor dem Casting ein genaueres Bild vom Stück machen will, kann bei mir auch gleich das Textbuch per Mail zukammen lassen.
Wir freuen uns auf bekannte und noch unbekannte Gesichter auf der Stanser Bühne.

 



Das Stück für 2018 heisst:
Chlaus Lymbacher von Meinrad Inglin

Ca. 13 Personen

Lügt er? Seine Frau ist sicher: er tut’s. Chlaus Lymbacher, ihr Mann, er lüge wie gedruckt. Er selber ist sich da nicht so sicher. Könnte es nicht sein, dass er ganz einfach einen andern Wahrheitsbegriff hat? Seine Geschichten kommen zwar für seine Mitwelt als Lügengeschichten daher – aber in seiner Imagination haben sie ja durchaus Lebensfülle, für ihn selber sind sie dank einer Folgerichtigkeit nicht einfach ohne jede Wahrscheinlichkeit. Was er lustvoll und mit plastischer Inspirationskraft erzählt, erzählt offensichtlich auch gegen die kalte Gesichtslosigkeit einer kleinkariert lebensarmen Funktionsgesellschaft, das kann man sich leibhaftig – und insofern auch: wahr-haftig – vorstellen. Auf den Vorwurf der Lüge antwortet er darum mit der alles entscheidenden Frage: Was heisst Wahrheit?
Alles entscheidend ist diese Frage, weil sie die Frage des ganzen Theaterstücks ist. Je intensiver die Komödie auf ihren Höhepunkt zusteuert, je unwilliger die Leute über die Fantasien und Träume Lymbachers den Kopf schütteln, je unumgänglicher seine Ausgrenzung Wirklichkeit wird – desto fragwürdiger wird zugleich die bürgerliche Pedanterie in Wahrheitsfragen. Denn man merkt zunehmend: Auch die Schiltenauer modellieren die Wahrheit, wenn sie ihnen nicht zupass kommt. Wenn taktierende Politik, Geld fördernde Wirtschaft oder prestigeträchtiger Rang sich als wichtig aufblähen, dann gilt jedenfalls auch in Schiltenau: «Als Wahlkandidat verspricht mänge mee, als er cha halte.» Daran hängt offenbar der Erfolg.

Die «Wahrheit» der Schiltenauer klebt an Äusserlichkeiten. Ihr gegenüber haben Lymbachers Fantasien und Träume einen kaum wettzumachenden Vorzug: Nicht nur sind sie allenfalls förderliche Visionen, um aus festgefahrenen Schemen auszubrechen – sondern auch: sie kommen aus dem Innern, sie geben der Innerlichkeit Raum, all dem, was im menschlichen Unbewussten schlummert und sich im offiziellen Anstand nie so wirklich entfalten kann. Darum ermöglichen sie auch ein Zusammenleben, das von innen kommt, das nicht nur auf Taktiererei, Zahlungsfähigkeit und Aussehen beruht. Einmal sagt Lymbacher: «me sött chönne von innen uuse läbe» Wahr ist’s. Von innen heraus wird die von der grossen Politik ausgesparte Sympathie des Herzens möglich, ganz konkret am Schluss der Dialektkomödie zwischen Lymbacher, dem Wirt, Vroni, seiner Serviertochter, und Johann, dem Taglöhner. Und siehe: Mit der Kraft dieser Sympathie können die drei nochmals einen neuen Lebensentwurf wagen...

 

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